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Eine Familie, die Hoffnung gibt2 Minuten Lesezeit

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„Nur zusammen ist man nicht allein“ – Mike Gayle

Wenn man mich fragen würde, was das wichtigste in einer Familie ist, würde ich antworten: ZUSAMMENHALT. Denn der Zusammenhalt untereinander macht eine Familie erst ganz. Zu einem funktionstüchtigen Organ, das sich gegen alle Hürden der Welt aufstellen und diese gemeinsam bekämpfen könnte, ohne Schaden davonzutragen. Zusammenhalt ist wie Kleber, der die einzelnen Ecken und Kanten einer Familie kittet und die Streitigkeiten beseitigt. Doch was ist, wenn ein Teil plötzlich einfach fehlt?

Tom ist am Boden zerstört und weiß nicht, wie er weiterleben soll. Seine geliebte Laura ist tot und er nun mit seinen zwei Töchtern alleine. Um die Trauer auszuhalten, verkriecht er sich in Bergen von Arbeit und wälzt die Verantwortung für seine Kinder auf seine Schwiegermutter, Linda, ab. Er versinkt immer mehr in seiner eigenen Trauer und entzieht sich dem Leben seiner Familie, bis Linda ihn vor beschlossene Tatsachen stellt: Linda wird für ein halbes Jahr nach Australien gehen und Tom muss von nun an lernen, wieder ein richtiger Vater zu sein und die Verantwortung zu übernehmen. Doch aufgeben ist für ihn keine Lösung, denn er muss sich eingestehen: Nur gemeinsam ist man nicht allein.

Dieses Buch ist ein so warmherziger Roman, dass man nicht anders kann, als beim Lesen ein Lächeln auf den Lippen zu tragen. Trotz der Trauer, die auf den Schultern der Familie Hope lastet, gelingt es Tom, seine Rolle als Vater erneut zu finden und die alltäglichen Hürden des Lebens mit Bravo zu meistern. Ich fand sehr schön, dass immer wieder zwischen den Perspektiven von Tom und Linda gewechselt wurde, sodass man die ganze Zeit einen Einblick in beide Gefühlswelten hatte. Sowohl Linda, als auch Tom waren sehr sympathische Protagonisten, die auf ihre eigene Art und Weise mit dem Verlust von Laura umgehen mussten.

Der Schreibstil war ebenfalls sehr gelungen und gleichermaßen humorvoll und emotional, sodass die Seiten beim Lesen nur so geflogen sind. Einen wirklichen Spannungsbogen gab es nicht unbedingt, aber dieses Buch ist ein wahrer Wohlfühlroman, weshalb die Spannung auch vollkommen fehl am Platz gewesen wäre. Ich kann dieses Buch wirklich sehr weiterempfehlen, um zu sehen, wie wichtig die Familie ist, vor allem in schweren Krisenzeiten.

Ich bedanke mich herzlich beim Suhrkamp und Insel Verlag für dieses wundervolle Buch und die tolle Erfahrung, die ich damit beim Lesen erfahren habe.

Dies ist nur meine persönliche Meinung und keine Werbung.

Willkommen auf meinem Blog. Ich heiße Anastasia, bin 20 Jahre alt und lebe in Osnabrück. Ich schreibe seit ungefähr sieben Jahren und es ist zu einem Zufluchtsort geworden, neue Charaktere zu erschaffen und mir neue Welten auszudenken.

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