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Farbenblind – die Welt mal anders wahrgenommen2 Minuten Lesezeit

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Eine Kooperation mit Maike Kops

Dieses Rezensionsexemplar – der Roman „Farbenblind“ von der lieben Maike Kops hat mich wirklich berührt, da es ein Thema behandelt, was man meiner Meinung nach in der Buch – und Filmindustrie zu wenig vorfinden kann. Nämlich der Umgang mit erblindeten Menschen und der Art und Weise, wie sie den Alltag meistern und wie sie die Welt um sich herum wahrnehmen. Natürlich ist das nur meine persönliche Meinung, ich wurde nicht bezahlt von der Autorin und sonst irgendwem und ich hoffe, dass ich euch dazu bewegen kann, dieses Buch mal auszuchecken und sich darüber Gedanken zu machen.

Zunächst der Inhalt: Die 17-Jährige Leyla ist Synästhetikerin, was soviel heißt, dass in ihrem Gehirn zwei Sinne miteinander verknüpft werden, ohne dass sie etwas daran ändern oder bestimmen kann. Bei ihr sind es der Hör- und Sehsinn, wenn sie also Musik hört, werden die verschiedenen Instrumente bei ihr im Kopf mit Farben verknüpft. So steht die Farbe Blau bei ihr für Klaviermusik. Bis sie auf den 19-Jährigen Jungen Milan trifft, kommt sie nicht mit ihrem Anderssein klar und sieht sich als etwas Schlechtes. Doch Milan ist selbst blind, sodass sie durch ihn lernt, sich selbst zu schätzen und ihn sogar zu lehren, welche Farben es gibt und womit Leyla diese verbindet.

Ich fand die Geschichte um die beiden an sich ganz süß, vor allem diese Schüchternheit, was die Verliebtheit anging und die Art wie sie sich geküsst haben, weil es sich mal komplett von den New-Adult-Romanen, die ich normalerweise lese, unterscheidet. Mich hat nur ein wenig gestört, dass es kein wirkliches Happy-End gegeben hat, sondern eher ein offenes Ende, was ich ehrlich gesagt nicht so gelungen fand. Der Leser bleibt mit einem großen Fragezeichen zurück und das war für mich ein eher unpassender Abschluss. Loben muss ich jedoch die Erzählweise in Bezug auf das Blindsein und die Art wie Milan dadurch im Alltag eingeschränkt wird. Besonders berührt hat mich das angespannte Verhältnis zwischen ihm und seinem Bruder Simon, der keine Gelegenheit verpasst, um ihn zu schikanieren und zu demütigen. Das war wirklich traurig, weil ich einfach nicht nachvollziehen kann, wie man jemanden so sehr hassen kann, nur weil er oder sie anders ist.

Die Charaktere waren meiner Meinung nach authentisch und die Idee mit den Hunden als ständige Begleiter der beiden fand ich auch sehr süß und passend. Ich kann das Buch zusammenfassend wirklich nur empfehlen und bedanke mich bei Maike für die tolle Erfahrung und die Zusammenarbeit.

Willkommen auf meinem Blog. Ich heiße Anastasia, bin 20 Jahre alt und lebe in Osnabrück. Ich schreibe seit ungefähr sieben Jahren und es ist zu einem Zufluchtsort geworden, neue Charaktere zu erschaffen und mir neue Welten auszudenken.

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