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Nähe muss nicht immer was Gutes sein…2 Minuten Lesezeit

„Ich will dir nah sein“ – Sarah Nisi

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Stell dir vor, du kannst dir in deinem eigenen Zuhause, in deinen eigenen vier Wänden nicht mehr zu 100 Prozent sicher sein. Stell dir vor, dass dein Verstand plötzlich beginnt, dich auszutricksen, du dir aber nicht sicher sein kannst, ob diese Veränderungen mit deiner eigenen Erschöpfung oder mit dem Eingriff eines anderen Menschen zu tun haben. Deine eigene sichere Blase scheint zerstört, doch du kannst nicht ganz fassen, wie es dazu kommen konnte…

In solch einer Situation befindet sich die junge Ballerina Erin, die sich sehnlichst wünscht, in die gemütliche Wohnung in Limehouse, London, zu ziehen und ihr Glück kaum fassen kann, als dieser Wunsch endlich in Erfüllung geht. Doch kaum ist sie eingezogen, beginnen ihr plötzlich Dinge aufzufallen, die in ihrer Abwesenheit verändert worden sind. Sie schiebt es zunächst auf die Erschöpfung aufgrund ihres harten Ballet-Trainings, doch irgendwann weiß sie nicht mehr, ob sie ihrem Verstand noch trauen kann oder nicht. Lester Sharp, ihr Nachbar, ist besessen von der jungen Erin und mithilfe eines Ersatzschlüssels zu ihrer Wohnung schafft er es, in ihrer Abwesenheit in ihr trautes Heim einzudringen und so ihre Nähe genießen zu können. Doch nicht alles ist so, wie es zu sein scheint…

Mir hat dieser Psychothriller wirklich sehr gut gefallen und ich habe ihn an einem Nachmittag geradezu verschlungen. Von der Handlung und der Atmosphäre hat es mich sehr stark an die Netflix-Serie „You“ erinnert, was tatsächlich eine meiner Lieblingsserien ist. Das Buch war unglaublich spannend, vor allem was die Figur Lester Sharp angeht. Dieser Charakter war gleichermaßen faszinierend und auch total abstoßend, weil er die Frauen, die er sich als Ziele ausgesucht hat, regelrecht belagert hat und damit jegliche Grenzen von Freiraum überschritten hat.

Erin ist eine sympathische, starke Frau, die genau ihrem Ziel folgt und nicht aufgibt trotz Verletzung oder Müdigkeit. Ihre aufblühende Beziehung zu dem Makler Rhys White war ebenfalls recht nett und hat die Spannung gesteigert, weil der junge, charismatische Mann Lester definitiv ein Dorn im Auge war.

Meiner Meinung nach ist dieser Thriller wirklich ein lesenswertes Buch, weil es die Geschichte von einem Mann erzählt, der so einsam ist, dass er andere Menschen, insbesondere Frauen, umlagert und ihre Signale falsch deutet, bis er sich selbst einreden kann, dass er glücklich und zufrieden ist.

Vielen Dank an das Blogger Portal Randomhouse für dieses unglaublich spannende Buch!

Willkommen auf meinem Blog. Ich heiße Anastasia, bin 18 Jahre alt und lebe in Osnabrück. Ich schreibe seit ungefähr sieben Jahren und es ist zu einem Zufluchtsort geworden, neue Charaktere zu erschaffen und mir neue Welten auszudenken.

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