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Wie komme ich über den Verlust eines geliebten Menschen hinweg?2 Minuten Lesezeit

„Betreff: Falls ich sterbe“ – Carolina Setterwall

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Völlig unerwartet findet die junge Mutter Carolina eines Morgens ihren Lebensgefährten tot im Bett und über ihr bricht die Welt zusammen. Sie weiß nicht, wie sie ihr Leben weiterleben, wie sie sich um ihren Sohn kümmern soll, der doch gerade mal acht Monate alt ist…

Dieses Buch ist eine autofiktionale Biografie der Autorin, um den Tod ihres Mannes Aksel verarbeiten zu können. Es ist eine traurige Geschichte, die einen Fokus darauf wirft, wie schwer es ist, den Tod eines geliebten Menschen zu verarbeiten und danach wieder auf die Beine zu kommen. Von einem auf den anderen Tag weiß Carolina plötzlich nicht mehr, wie sie im Alltag funktionieren und wie sie eine Mutter sein soll. Es wird das Leben einer Frau beschrieben, die versucht, nach dem Tod ihres Geliebten wieder auf die Beine zu kommen.

Aufgrund dieser Tatsache, dass es sich lediglich um die Bewältigung des Alltags einer verwitweten Frau handelt, hat das Buch eine sehr flache Spannungskurve. Es passiert nicht wirklich viel, stattdessen werden die kleinen Fortschritte beschrieben, die Carolina während ihrer Trauerphase macht.

Der Schreibstil ist sehr sachlich und oberflächlich, was das ganze noch ein wenig trockener und zäher macht. Man hat das Gefühl, man lese einen Ratgeber, wobei das Buch eigentlich ein Roman ist, dem aber nicht wirklich gerecht wird meiner Meinung nach.

Auf der anderen Seite hat das Buch jedoch recht kurze Kapitel, die trotz der weniger spannenden Geschehnisse in dem Buch einen schnellen Lesefluss ermöglichen. Demnach hat man während des Lesens nicht unbedingt das Gefühl, man bewege sich nur auf der Stelle und komme kaum voran.

Schade fand ich, dass der Titel „Betreff: Falls ich sterbe“ nur einmal kurz zu Beginn erwähnt wird (Achtung: Spoiler!), wobei Aksel ihr eine E-Mail schreibt mit ebendiesem Betreff. Ich hätte mir gewünscht, dass nach seinem Tod diese Mail und der Titel eine größere Rolle spielen und damit eine Art roten Faden erschaffen. Dieser hat meiner Meinung nach in der Geschichte gefehlt.

Gut gefallen hat mir das Cover. Es ist sehr interessant gestaltet und vor allem die Stellen mit der Reißtechnik sehen wirklich cool aus und machen das Buch zu einem Eye-Catcher.

Insgesamt kann ich dem Buch drei von insgesamt fünf Sternen geben. Das Buch hat es mir nicht wirklich angetan, weil es während des Lesens überwiegend wirklich langweilig war und mich nicht wirklich angeregt hat, mir darüber Gedanken zu machen. Persönlich kann ich es nicht unbedingt weiterempfehlen, aber das ist nur meine eigene Meinung und da Geschmäcker verschieden sind, kann ich es an diejenigen empfehlen, die Autobiografien gerne lesen.

Danke an vorablesen und den KiWi-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Willkommen auf meinem Blog. Ich heiße Anastasia, bin 18 Jahre alt und lebe in Osnabrück. Ich schreibe seit ungefähr sieben Jahren und es ist zu einem Zufluchtsort geworden, neue Charaktere zu erschaffen und mir neue Welten auszudenken.

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