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Neben dir sein (Kap. 30)
Ich sitze auf unserer Couch im Wohnzimmer und versuche, das zu verarbeiten, was ich in den letzten Stunden erfahren habe. Zum Einen sind da die Ereignisse, an die ich mich während der Hypnose erinnern konnte, später sind aber auch weitere hinzugekommen, wie eine Art Flutwelle, die durch die Hypnose hervorgerufen wurde. Mama hat mir einen Beruhigungstee gebracht, der jetzt dampfend…
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Neben dir sein (Kap. 29)
Er drückte seine Lippen auf meinen Mund, die Lippen hatte ich fest zusammengepresst, um ihn möglichst wenig zu spüren. Seine Handykamera war auf uns gerichtet und er hatte bereits zahlreiche Aufnahmen gemacht. All diese Aufnahmen hatten ihren Weg zu Nicks Handy gefunden, wie er mir immer wieder versicherte. Seine schwieligen und schwitzenden Hände fuhren über meinen Körper, blieben an meinen…
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Neben dir sein (Kap. 28)
Nick hatte mich alleine stehen gelassen beim Auto, an diese Erinnerung klammere ich mich, als wir mit der Hypnose Sitzung beginnen. Ich lief zum Haus, aus dem Musik dröhnte und in dem die Fenster beleuchtet waren. In der Dunkelheit sahen sie aus wie eine Lichterkette, die die düstere Fassade des Hauses beleuchtete. Ich wusste nicht, wohin mein Freund gegangen war,…
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Neben dir sein (Kap.27)
Nach der gelungenen Sitzung, wie Marcus immer wieder zu betonen pflegt, bis Mama und ich sein Büro verlassen haben, besteht er darauf, einen weiteren Termin für die nächste Woche zu vereinbaren. Meine Mutter schickt mich schon einmal nach draußen zum Auto, während sie sich wahrscheinlich noch einmal vergewissern möchte, dass alles so gelaufen ist, wie es laufen sollte. Im Auto…
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Neben dir sein (Kap. 26)
Nervös tigere ich in dem kleinen Raum mit den schrecklich steril wirkenden weißen Wänden auf und ab und verfluche mein wenige Wochen jüngeres Ich, bei dieser Hypnose Sitzung zugestimmt zu haben. Meine Mutter wartet, vermutlich um einiges nervöser als ich es bin, im Nebenzimmer auf mich, während Marcus bereits auf dem Stuhl Platz genommen hat, der der Liege, auf der…
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Neben dir sein (Kap. 25)
Die nächsten Wochen verbringen Marco und ich überwiegend zusammen. In der Schule laufen wir in den Pausen durch die Flure und reden, in der Mittagspause essen wir gemeinsam und nach dem Unterricht lädt er mich häufig zu sich ein. Mama scheint zufrieden damit zu sein, dass ich wieder mehr unter die Leute komme und beschwert sich auch nicht darüber, dass…
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Neben dir sein (Kap. 24)
Am Abend stehe ich wie verabredet bei Marco vor der Tür, nervös und neugierig zugleich. Ich habe keine Vorstellung davon, in welche Richtung sich dieses Gespräch entwickeln wird. Entschlossen, genau das herauszufinden, drücke ich die Klingel und trete einen Schritt zurück. Als hätte er bereits im Hausflur gewartet, reißt Marco die Tür auf und lächelt mich an. Verdammt, diese Grübchen.…
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Neben dir sein (Kap. 23)
Während der Arbeit schweigen wir größtenteils und Nicks Mutter verschwindet immer mal wieder, vermutlich um im Stillen zu weinen. Sie kommt jedes Mal schniefend und mit geröteten und geschwollenen Augen ins Zimmer, aber um keinen Streit oder ähnliches zu entfachen, kommentiere ich ihren Gemütszustand nicht. Mir selbst geht es nicht besser, nur dass ich die Tränen zurückhalte, wenn auch unter…
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Neben dir sein (Kap. 22)
Am Sonntag stehe ich in bequemer Jogginghose und einem von Nicks alten Pullovern in der Einfahrt seines Elternhauses, in Mamas Fiat und weiß nicht, ob ich lieber doch wieder fliehen sollte oder nicht. Luise hat gestrahlt, als ich zugestimmt habe, Nicks Zimmer mit ihr auszuräumen und jetzt kann ich nicht mehr aus dieser Aktion raus. Dieser Nachmittag wird tränenreich, denke…
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Neben dir sein (Kap. 21)
Die nächsten Tage lässt sich Marco nicht in der Schule blicken und ich komme fast um vor Sorge. Auf meine Nachrichten, die ich trotz meines Schwurs, ihn nicht mit SMS zu bombardieren, versende, reagiert er nicht. Erst am darauffolgenden Donnerstag, fast zwei Wochen nach seiner kleinen „Party“ mit Ivan kommt er wieder zur Schule, mit einem strahlenden Lächeln, dass nichts…