• Fortlaufende Geschichten

    #twofaced (Kap. 2)

    Milena steht vor ihrem Spind und sucht hektisch nach ihrem Mathebuch. Ihre Lehrerin hat sie bereits in der letzten Stunde vorgewarnt, dass sie ihr eine Strafarbeit aufbrummen würde, wenn sie in der nächsten Stunde keine Unterlagen vorweisen könnte. Es scheint wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Milena seufzt genervt und gibt dann ihre Suche auf. Lieber eine Strafarbeit, als erneut…

  • Fortlaufende Geschichten

    #twofaced (Kap. 1)

    Ein Leben im Rampenlicht – wünscht sich das heutzutage nicht beinahe jeder? Beliebt sein, von allen gekannt, im glänzenden Spotlight. Die meisten wollen es, aber nur die wenigsten denken an die Schattenseite, die ein Leben wie meins haben kann. Die Menschen an meiner Schule lassen sich in zwei Kategorien einteilen. Es gibt diejenigen, die mich lieben und verehren und versuchen,…

  • Kurzgeschichten

    Being brave (Kurzgeschichte)

    Ich starre meine Füße an, traue mich nicht auch nur ein Wort herauszubringen. Sie lachen, wie immer und ich kriege keinen Mucks heraus, auch das ist wie immer. Leider. Mein Papa sagt immer, dass ich nicht so ein stilles Mäuschen sein sollte, aber er hat gut reden. Er wird ja nicht von den anderen ausgelacht oder schikaniert, wenn er den…

  • Fortlaufende Geschichten,  Kurzgeschichten

    Noch ein letzter Zug (Kurzgeschichte)

    Dieses Mädchen steht vor mir und starrt mir mit einem höhnischen Grinsen entgegen, so als wolle sie sagen: Du bist ein Nichts. Mir wird schlecht wenn ich sie auch nur anschaue. Dieses Mädchen mit den dünnen Haaren, den blauen Augen, dem fetten Körper. Dieses Mädchen, was ich selbst bin. Dieses Mädchen, zu dem sie mich gemacht haben.  „Weißt du, ich…

  • Specials

    Schattenmädchen (Special)

    Ein seliges Lächeln liegt auf meinen Lippen, während ich Jan und Lilly dabei zusehe, wie sie gemeinsam den Tisch schmücken für das Weihnachtsessen mit der Familie. Als Jan bemerkt, wie ich die beiden beobachte, grinst er mich schief an und stupst dann unsere Tochter an. „Lilly-Maus, du hilfst mir wirklich gut“, lobt er sie und daraufhin erstrahlt das Gesicht meiner…

  • Kurzgeschichten

    Blaue Tür (Kurzgeschichte)

    Ich mag mein neues, blaues Kleid. Es ist schön, wie bei einer Prinzessin. Mama hat es mir gekauft und gesagt, ich sehe aus wie Cinderella aus dem Disneyfilm. Jetzt gerade stehe ich draußen in unserem Garten, mit dem neue Baumhaus, das Papa für mich gebaut hat, und schaue dem großen, langen Auto dabei zu, wie es in unserer Straße stehen…

  • Fortlaufende Geschichten

    Schattenmädchen (Epilog)

    Ich sitze auf der Bank, um mich herum herrscht reges Treiben. Die Menschen trauen sich langsam endlich wieder vor die Tür, jetzt wo die Sonne sich regelmäßiger zu zeigen beginnt und der Frühling sich meldet. Glückliche Eltern spazieren mit ihren Kleinkindern, Mütter schieben ihre Neugeborenen in Kinderwägen vor sich her. Lachen dringt in meine Ohren, zaubert selbst mir ein Lächeln…

  • Fortlaufende Geschichten

    Schattenmädchen (Kap. 16)

    Nach Finns Drohung ließ ich mein abweisendes Verhalten ihm gegenüber sein und tat stattdessen so, als würde ich bei ihm sein wollen und ihn über alles lieben und schätzen. Sein Verhalten veränderte sich dadurch schlagartig, er schenkte mir wieder Blumen und kleine Geschenke und ich bekam an manchen Tagen den Finn zu Gesicht, in den ich mich verliebt hatte. Der…

  • Fortlaufende Geschichten

    Schattenmädchen (Kap. 15)

    Nach dem Vorfall bei Finn zu Hause, vermied ich es noch mehr, ihn zu sehen und mich mit ihm zu treffen. Ihm gefiel das ganze natürlich eher weniger, weshalb er es sich zur Gewohnheit machte, jeden Abend bei mir anzurufen und jeden zweiten Abend auch bei mir vorbeizufahren. Dabei kümmerte ihn nicht, dass ich in Arbeit versank und meine Laune…

  • Fortlaufende Geschichten

    Schattenmädchen (Kap. 14)

    Finn gewann in den nächsten Wochen immer mehr die Oberhand. Jedes Treffen führte dazu, dass er mit mir schlafen wollte. Manchmal fragte er gar nicht, ob ich es überhaupt wollte. Ich hielt meinen Mund, wenn er es tat, fühlte mich wie eine Maschine, die nach seinen Anweisungen handelte. Ich versuchte, mich von ihm zu distanzieren, täuschte vor, eine wichtige Familienfeier…