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Jeder Tag ist eine Theatervorstellung2 Minuten Lesezeit

Jeder Tag ist eine Theatervorstellung. Sobald wir aus unserem Traum erwachen, aufstehen und in den Alltag starten, schlüpfen wir in eine Rolle und performen diese auf der Theaterbühne des alltäglichen Lebens. Auch ich habe in meinem Leben verschiedene Rollen inne, die ich täglich ausübe – manche mal lieber, andere wiederum nicht.

Ich bin die Tochter meiner Eltern – in ihrer Gegenwart verhalte ich mich ganz anders, als ich es im Umgang mit meinem kleinen Bruder tue. Er ist in diesem Jahr zwölf geworden, also gerade in der Boom-Phase der Pubertät und der Umgang mit ihm ist mit einem Minenfeld zu vergleichen. Mal reagiert er total entspannt auf ein Thema, mal explodiert er und keift mich an, weil ich die Tür zu seinem Zimmer nicht geschlossen habe.

Bis vor kurzem hatte ich auch die Rolle der Schülerin inne, die ich wirklich gewissenhaft gepflegt und mit höchster Präzision ausgeführt habe. Ich habe mich respektvoll meinen Lehrerinnen und Lehrern gegenüber verhalten, habe meine Hausaufgaben erledigt und konnte in diesem Sommer endlich mein Abiturzeugnis entgegennehmen.

Momentan bin ich Praktikantin. Ich arbeite in einem großen Betrieb und stehe hierarchisch betrachtet ganz unten. Ich bin hier, um etwas zu lernen, um Erfahrungen zu sammeln und meinen Horizont zu erweitern. Auch hier muss ich mich anpassen und meine mir zugewiesenen Aufgaben erfüllen.

Ich habe noch viele weitere Rollen – ich bin Freundin, Zuhörerin, beste Freundin, Bloggerin, Buchliebhaberin etc. Jeder Mensch hat im Alltag zig verschiedene Bereiche und Interaktionen, an die er sich anpassen muss. In manchen Situationen fällt einem das leichter, weil man zum Beispiel die Person mag, mit der man sich gerade unterhält. Man ist daher lockerer und kann sich direkt entspannen.

Gleichzeitig gibt es dann aber auch Situationen, in denen man mit Menschen zu tun hat, die einen nicht verstehen oder die es einem unmöglich machen, in ihrer Gegenwart entspannt und unbekümmert zu sein.

Was man sich immer vor Augen halten sollte: Man sollte einen Menschen immer so akzeptieren, wie er ist. Ich stelle mir Menschen, die mir beispielsweise unangenehm sind immer als Naturgewalt vor. Denn schließlich kann man die auch nicht ändern, sondern muss sie auch einfach akzeptieren.

Willkommen auf meinem Blog. Ich heiße Anastasia, bin 20 Jahre alt und lebe in Osnabrück. Ich schreibe seit ungefähr sieben Jahren und es ist zu einem Zufluchtsort geworden, neue Charaktere zu erschaffen und mir neue Welten auszudenken.

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